Für Sie gelesen

An dieser Stelle kommentieren wir für Sie interessante Publikationen zum Thema AATM:

Quartal 3/2021: Estimated Prevalence and Number of PiMZ Genotypse of Alpha-I Antitrypsin in Seventy-Four Countries Worldwide

Autoren: Cristina Martinez-González et al., Int J COPD 2021

Unser Kommentar:
Bei der Analyse handelt es sich um Update bereits publizierter Daten, welches den Zahlen der „MZTräger“ jeweils noch den Prozentsatz der rauchenden Bevölkerung gegenüberstellt. Auf diese Art und Weise wird kommuniziert, dass es sich bei der Kombination „Pi*MZ + Rauchen“ um eine beachtenswerte Kombination handelt. Diesem Statement kann man nur zustimmen.
Sollte also jeder Raucher auf seinen genetischen Status hin überprüft werden? In Deutschland rauchen im Jahr 2018 23,8% der Erwachsenen. Ein Screening-Programm all dieser Individuen ist schlichtweg nicht realisierbar. Eine Genotypisierung von Rauchern, die zur Untersuchung erster COPD-typischer Symptome beim Lungenfacharzt vorstellig werden, wäre ein möglicher Weg. Für eine entsprechende Empfehlung wäre Daten hilfreich, welche die Effektivität eines solchen Ansatzes, zum Beispiel in Hinblick auf Raucherentwöhnung, zeigen.

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Quartal 2/2021: Therapeutic Application of alpha-1-antitrypsin in COVID-19

Autoren: Felix Ritzmann et al., AJRCCM 2021

Unser Kommentar:
Den Autoren ist zu gratulieren, dass sie innerhalb kürzester Zeit Labordaten mit klinischen Daten verknüpfen konnten und eine plausible Hypothese aufstellen. Zu den offensichtlichen Limitationen gehört das Fehlen einer präspezifizierten Kontrollgruppe sowie präspezifizierter laborchemischer und klinisch relevanter Endpunkte. Beides kann bei einer Fallserie aber auch noch nicht erwartet werden.
Obwohl sich aus der Studie zum jetzigen Zeitpunkt keine klinisch relevante Handlungsempfehlungen ergeben, sind die Ergebnisse laufender klinischer Studien (zumindest zur intravenösen Anwendung von AAT bei COVID-19) mit Spannung zu erwarten.

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Quartal 1/2021: Alpha-1 Antitrypsin Deficiency and Tobacco Smoking: Exploring Risk Factors and Smoking Cessation in a Registry Population

Autoren: Alessandro N Franciosi et al., COPD 2021

Unser Kommentar:
Die in der Publikation beschriebenen Ergebnisse sind keine neuen brillanten Forschungsergebnisse. Sie lassen einen aber neu wahrnehmen, dass es neben der genetischen Vererbung eben auch die soziale Weitergabe von gesundheits-relevanten Eigenschaften und Gewohnheiten (Raucherverhalten, Ernährung, Sport) gibt, die für die Nachkommen von großer Wichtigkeit sind. Ich persönlich finde den Gedanken eines positiven Einflusses einer erfolgreichen Rauchentwöhnung auf die Nachkommen sehr ermutigend.

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